{"id":2,"date":"2020-11-19T13:26:47","date_gmt":"2020-11-19T13:26:47","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/?page_id=2"},"modified":"2021-01-31T10:47:36","modified_gmt":"2021-01-31T10:47:36","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Die Chronik des Vereins"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1924 bis 1956 &#8211; Die ersten Jahre<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Leider ist aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur wenig \u00fcber den Musikverein bekannt. So ging man bis Ende des 20. Jahrhunderts noch davon aus, dass der Musikverein im Jahre 1928 gegr\u00fcndet wurde. Aus der Festschrift von 1958 geht hervor, dass sich in diesem Jahr etwa 15 Musiker aus Butzweiler, Be\u00dflich und Kimmlingen fanden, um den Verein zu gr\u00fcnden. Sie gewannen Johann Bach aus Kordel dazu die musikalische Leitung des Vereins zu \u00fcbernehmen und er erreichte schnell, dass die Kapelle zu \u201eallen kirchlichen und weltlichen Feiern\u201c spielte. Etwa 1968 hatten noch lebende Mitglieder des Vereins aus den Anfangsjahren sich zusammengesetzt, damit \u201efolgende m\u00fcndliche \u00dcberlieferung nun mehr schriftlich im Verein festgehalten werde\u201c. In diesem Dokument wurden 22 Personen aufgez\u00e4hlt, die dem Verein als Bl\u00e4ser oder Nichtbl\u00e4ser angeh\u00f6rten. Aus dieser \u00dcberlieferung geht auch hervor, dass die Struktur des Musikvereins damals eine ganz andere war als heute:&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&#8222;Der neu gegr\u00fcndete Musikverein f\u00fchrte nicht streng getrennte aktive und inaktive Mitglieder, so wie es heute \u00fcblich ist und auch alle andern kulturellen Vereine haben, sondern Mitglieder und aus diesen hat sich das Bl\u00e4serchor herausgebildet. Es ist daher auch zu verstehen, da\u00df Bl\u00e4ser und nicht Bl\u00e4ser oft gewechselt haben. Eine kleine St\u00fctze hatten die Anf\u00e4nger in dem l\u00e4ngst verstorbenen Nikl. Lorig (Stoffels Nek), der als alter Musikus bekannt war.&#8220;<\/strong>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><br><br>Jedoch fand w\u00e4hrend der Recherche zu dem Buch \u201eButzweiler und seine Geschichte\u201c Klaus Pauli in den Unterlagen des 1919 gegr\u00fcndeten M\u00e4nnergesangsverein eine Notiz zum 1. Juni 1924:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&#8222;Die neugegr\u00fcndete Blasinstrumentenkapelle f\u00fchrte uns mit Musik durch die Ortschaften.&#8220;<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><br><br>Dabei bezieht sich der Protokollant des Gesangvereins auf die Maitour des Jahres, die \u00fcber Holsthum-Alsdorf und Bitburg-Erdorf f\u00fchrte. Der Protokollant war der damalige Lehrer Haas, dessen detaillierte Aufzeichnungen noch bis zum Dezember 1924 reichen. So schreibt er im Protokollbuch unter 6. Juli 1924:&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&#8222;Fahnenweihe in Ehrang, an der der Verein sich mit der Musikkapelle beteiligt.&#8220;<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><br>Der Hinweis \u201eneugegr\u00fcndet\u201c l\u00e4sst vermuten, dass der Musikverein 1924 gegr\u00fcndet wurde. Bisher l\u00e4sst sich kein pr\u00e4zises Gr\u00fcndungsdatum ermitteln. Wir wissen, dass der Verein sp\u00e4testens 1924 gegr\u00fcndet wurde und es ist nicht klar, ob es sich hier schon um einen eingetragenen Verein oder um eine Gruppe frei organisierter Musiker handelte. Man k\u00f6nnte sich weiter vorstellen, dass es den Verein schon vor dem 1. Weltkrieg gab und ein \u00e4hnliches Schicksal wie im 2. Weltkrieg erfuhr, immerhin dauerte es nach dem zweiten Krieg noch \u00fcber ein Jahrzehnt, bis sich der Verein erneut zusammenfand. Allerdings sind diese Gedanken reine Spekulation, da bisher keine Hinweise auf eine fr\u00fchere Gr\u00fcndung deuten. Denkt man an das politische Umfeld dieser Zeit, so fragt man sich aber, wie man gerade in Zeiten hoher Inflation und steigender Arbeitslosigkeit die notwendigen finanziellen Mittel zur Gr\u00fcndung des Vereins aufbringen konnte. Nach dem Zitat des Protokolls des Gesangsverein interessiert auch die Frage, ob Musikkapelle und Gesangsverein gemeinsam musizierten oder nur gemeinsam nach Ehrang fuhren, allerdings geht auch das nicht genau aus den bekannten Aufzeichnungen hervor. M\u00fcndlich \u00fcberliefert wurde ein Bericht \u00fcber einen Weiteren Ausflug im Jahr 1925 mit der Bahn in die Eifel, hier entstand wohl das \u00e4lteste erhaltene Foto des Vereins sowie eine kleine Tradition: Schon sehr fr\u00fch nach der wahrscheinlichen Gr\u00fcndung trafen sich Johann Gerten (Trompeter Gerten), Michel Laudor (M\u00e4ttes Michel) und Nikolaus Laudor (Anneketten Kloos) am sp\u00e4ten Heiligabend, um gemeinsam in Richtung Jungenwald zu gehen. Etwa gegen Mitternacht spielte das Trio auf ihren Trompeten &#8222;Stille Nacht&#8220;. Da die drei das nun regelm\u00e4\u00dfig taten, sprach sich das \u201eKonzert\u201c im Ort herum und in den folgenden Jahren warteten die Einwohner zu sp\u00e4ter Stunde auf der Stra\u00dfe um den Kl\u00e4ngen zu lauschen, die sich von der Anh\u00f6he aus \u00fcber das Dorf legten. Mit dem Krieg endete dieser Brauch. Lediglich 1991\/92 spielten ein paar Jugendliche in Erinnerung daran an Weihnachten um Mitternacht auf der Natostra\u00dfe. Ab 1990 wird der Verein oft nach der Heiligabendmesse auf dem Schulhof der (alten) Schule Weihnachtslieder spielen. Gelegentlich finden sich auch Musiker, um in der Kirche die Messe musikalisch zu umrahmen. Um bei Auftritten neben guter Musik auch ein gutes Bild abzugeben musste bald eine \u201eUniform\u201c her. Auf den wenigen erhaltenen Fotos der Zwischenkriegszeit erkennt man, dass sich zu Ende der zwanziger oder Anfang der drei\u00dfiger Jahre der Verein eine eigene Uniformm\u00fctze zugelegt hat. Dazu trugen die Musiker ein wei\u00dfes Hemd, Krawatte und m\u00f6glichst einen dunklen Anzug (siehe Foto). \u00dcber die Anschaffung und Finanzierung ist eigentlich nichts bekannt, allerdings konnte 1988 der B\u00fcrgermeister Bernard Kopp auf dem Jubil\u00e4umsfest des Vereins noch ein Exemplar der damals etwa 15 M\u00fctzen vorf\u00fchren. Leider ist diese bis heute noch im Privatbesitz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-280\" width=\"579\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik01.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik01-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><figcaption>Bild aus den 30er Jahren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gegen Ende der drei\u00dfiger Jahre dirigierte der Butzweilerer Johann Knebel den Verein. Nach Ausbruch des Krieges zogen viele der zumeist jungen Musiker in den Krieg, so dass die verbliebenen f\u00fcnf oder sechs Musiker kaum noch eine Kapelle bildeten. Sie lie\u00dfen es sich jedoch nicht nehmen zumindest in den ersten Kriegsjahren die Totenehrungen am Gefallenendenkmal zu begleiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-281\" width=\"576\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik02.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik02-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption>Ein Foto aus der Zeit des Nationalsozialismus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1956 &#8211; Die Neugr\u00fcndung<\/span><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Michael Merkel (Merkels Michel) und B\u00fcrgermeister Peter Huberti (Scheiern Pitter) ergriffen die Initiative und gr\u00fcndeten im Juli 1956 den Musikverein neu. Das Dorf z\u00e4hlte etwas \u00fcber 600 Bewohner, davon konnten 20 animiert werden, dem Verein aktiv beizutreten und weitere 10 unterst\u00fctzten ihn inaktiv. Von den Musikern vor dem Krieg spielten nach der Festschrift von 1958 noch Matthias Mick (Mecken M\u00e4tti) und Wilhelm Pfeiffer (aus Joobes Haus) aktiv mit. Zu Beginn hatte der Musikverein einige Schwierigkeiten zu meistern. S\u00e4mtliche Noten waren vernichtet, fast alle Instrumente verloren. Nur die \u201edicke Trommel&#8220; hatte den Krieg \u00fcberstanden und nat\u00fcrlich fehlte fast allen Jungmusikern eine angemessene Ausbildung am Instrument. Klaus Schl\u00f6der aus Schweich konnte aber dem Abhilfe verschaffen. Da der Verein in eineinhalb Jahren etwa 4000 Mark zusammengebracht hat, davon kamen \u00fcber 1000 DM von den \u00fcbrigen Dorfbewohnern, konnte Schl\u00f6der bei der Neubeschaffung der Instrumente helfen. Au\u00dferdem brachte er die bisher unge\u00fcbten Musiker derart zum Proben, dass sie schon im November \u201elch hatt&#8216; einen Kameraden\u201c und einen Choral zu Ehren der Gefallenen am Kriegerdenkmal spielen konnten. Dies war der erste Auftritt nach dem Krieg und seither spielte der Verein kontinuierlich zu Anl\u00e4ssen wie Wei\u00dfer Sonntag, Fronleichnam, Totensonntag, Sankt Martin, Kirmes und Weihnachten. Zu den Aktivit\u00e4ten in diesen Jahren schreibt Peter Huberti in der Festschrift von 1958:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Der junge Bl\u00e4serchor hat in unerm\u00fcdlichen \u00dcbungen sich bem\u00fcht das nachzuholen, was durch das Kriegsgeschehen und seine b\u00f6sen Folgen unterbleiben mu\u00dfte. Heute steht der Musikverein als festgef\u00fcgtes Glied wieder in den Reihen der kulturellen Vereine des Dorfes Butzweiler. Mit den anderen Ortsvereinen gestaltet er Dorfabende, Heimatabende und vermittelt so der Dort Bev\u00f6lkerung [&#8230;] frohe und heitere Stunden<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich wegen des positiven Auftretens stieg innerhalb von weniger als zwei Jahren so auch die Zahl der inaktiven Mitglieder von anf\u00e4nglich zehn auf \u00fcber 80. Diese Unterst\u00fctzung durch die Einwohner der Gemeinde half dem Verein in den Anfangsjahren sehr, da nat\u00fcrlich auch die finanziellen Mittel notwendig waren, um entsprechendes Notenmaterial zu besorgen. Nach einem Jahr \u00fcbernahm im Juni 1957 der Ehranger Matthias Eisenach den Dirigentenstab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-282\" width=\"581\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik03.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik03-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><figcaption>Das angeblich erste erhaltene Foto des Vereins nach dem 2. Weltkrieg&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1958 &#8211; Das erste gro\u00dfe Fest<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Vom 19. bis zum 21. Juli 1958 fand das erste gro\u00dfe Fest des Musikvereins nach dem Krieg statt, die Nachkriegswirren waren meist \u00fcberstanden und die Menschen hatten wieder Hoffnung. Dies war die Basis f\u00fcr eine der sch\u00f6nsten Feiern in Butzweiler \u00fcberhaupt. Da auch das Wetter mitspielte hatten die Frauen des Dorfes die Gelegenheit mit ihren besten Kleidern, oft Neuanschaffungen, die M\u00e4nner zu beeindrucken<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-283\" width=\"578\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik04.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik04-300x190.jpg 300w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik04-200x125.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>Konzert des MVs nach dem Umzug zum Jubil\u00e4umsfest 1958&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der vor zwei Jahren neugegr\u00fcndete Verein hatte sich in das Dorfleben hineingespielt und dementsprechend gen\u00fcgend Unterst\u00fctzung um dieses 30-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um gr\u00fcndlich vorzubereiten und geb\u00fchrend zu feiern. Im unteren, flachen Teil des Br\u00fchls, in unmittelbarer N\u00e4he zum Brandweiher wurde ein gro\u00dfes Festzelt aufgebaut und geschm\u00fcckt. Zur Erledigung menschlicher Bed\u00fcrfnisse wurde eigens in Handarbeit (unter der Regie von Johann M\u00fcnchen (M\u00fcnchens Hans)) eine mit Buchen- und Fichtenzweigen als Sichtschutz verzierte Toilettenanlage errichtet. Das \u00fcberdimensionale \u201ePlumsklo\u201c bestand aus einem Graben sowie einem Aufbau, der mit einem drei bis vier Meter langen Balken als Sitzfl\u00e4che, kreisrunde L\u00f6cher nat\u00fcrlich inklusive, abschloss. Die werkelnden M\u00e4nner stellten sich bei ihrer Arbeit mit Freuden den fertigen \u201elangen Stuhl\u201c vor: nat\u00fcrlich auf der ganzen L\u00e4nge besetzt mit h\u00fcbschen M\u00e4dchen! Zu dem Fest wurden die befreundeten Vereine der Umgebung eingeladen, sie beteiligten sich an einem Festmarsch durch das Dorf. Dabei gingen jedem Verein zwei Ehrendamen im Sommerkleid und mit Blumen, sowie ein Schuljunge voran. Der Schuljunge an der Spitze trug ein Schild mit dem Namen des entsprechenden Vereins. Im Festzelt wurden jedem Verein ein paar B\u00e4nke zugewiesen, an denen die Ehrendamen den Abend \u00fcber zu verweilen hatten. Diese Aufgabe war nicht leicht zu bew\u00e4ltigen, da die jungen M\u00e4nner sich ausgiebig um sie k\u00fcmmerten und f\u00fcr kostenlose Getr\u00e4nke sorgten. Auch die Schildtr\u00e4ger gingen nicht leer aus: In \u201eihren Vereinen\u201c ging ein Hut umher, so dass ein paar Groschen f\u00fcr die Burschen zusammen kamen, die sie wahrscheinlich am Abend stolz Zuhause auft\u00fcrmten. Als B\u00fchne f\u00fcr die Musik diente der Anh\u00e4nger eines Traktors.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">Die 60er und 70er <\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>JahreLeider verstarb Matthias Eisenach sehr fr\u00fch, was f\u00fcr den Verein ein schwerer, tragischer Einschnitt war. Eisenachs Nachfolger, der Kordeler Helmut Birkel, konnte den Verein dennoch motivieren und verbuchte mit dem Butzweilerer Musikverein bei seiner ersten Teilnahme an einem Wertungsspielen in Ruwer als Gruppensieger einen gro\u00dfen Erfolg. Da Helmut Birkel den Verein nicht lange dirigieren konnte, fand der Vorstand (bis 1962 unter Michael Merkels Leitung) einen weiteren Kordeler, Johann Leininger, als Nachfolger.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&#8222;Leider wurde auch Joh. Leininger nach kurzer Zeit seiner erfolgreichen T\u00e4tigkeit durch den Tod abberufen [1964]. Nach diesen traurigen Ereignissen wurde ein junger Musiker, [\u2026] Erich Gerten [Grittenh\u00e4nses Erich] aus Butzweiler, zum Dirigenten gew\u00e4hlt. Ihm war nun die schwere Aufgabe zuteil geworden, die verwaiste Kapelle zu \u00fcbernehmen.&#8220;<\/strong><\/p><cite><strong>us der Festschrift des MVs von 1968)<\/strong><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Erich Gerten l\u00f6ste diese Aufgabe zur Zufriedenheit aller, so dass er f\u00fcr mehr als vierzehn kontinuierliche Jahre, bis Ende 1978, den Dirigentenstab hielt. Dies war bis zum Jahr 2014 der Vereinsrekord und w\u00e4ren nicht die beruflichen Gr\u00fcnde gewesen, h\u00e4tte er diesen wohl noch ausgebaut. Des Weiteren bildete er 12 junge Musiker aus, so dass seine Rolle f\u00fcr den Verein in dieser Zeit nicht untersch\u00e4tzt werden kann. Zum 40-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4umsfest im Jahr 1968 hatte Michael Merkel, wie zehn Jahre zuvor, den Posten des Vorsitzenden inne, allerdings leiteten zwischendurch Wilhelm Pfeiffer ab 1962 und Klaus Boden (Bodens Kloos) ab 1964 jeweils f\u00fcr zwei Jahre den Verein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-284\" width=\"574\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik05.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik05-300x162.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px\" \/><figcaption>Gruppenfoto &#8211; Ende der 60er Jahre&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Merkel konnte das Trierer Landtagsmitglied Horst Langes als prominenten Protektor des Jubil\u00e4ums gewinnen und der Verein veranstaltete ein weiteres gro\u00dfartiges Fest. Im Volksfreund konnte man am Montag danach lesen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&#8222;An dem 40j\u00e4hrigen Gr\u00fcndungsfest des Musikvereins beteiligten sich nicht nur die 600 Einwohner der Gemeinde Butzweiler, sondern das festliche Ereignis hatte dar\u00fcber hinaus noch einige 100 Musikfreunde aus den Nachbard\u00f6rfern und dem Stadtvorort Biewer in das schmucke und idyllische Eifeldorf gelockt.&#8220;<\/strong>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In dem Zeitungsartikel wird ebenso \u00fcber die Ehrungen berichtet, dabei wurde Johann Funk als \u00e4ltester B\u00fcrger und als Ehrenmitglied geehrt. Johann Funk war seit (mindestens) 1928 Mitglied im Musikverein, spielte nach dem Krieg aus Altersgr\u00fcnden nicht mehr im Verein und blieb als inaktives Mitglied dem Verein stets verbunden. Da die Feier auf dem Sportplatz veranstaltet wurde, endete sie am Montag mit einem Sportfest und anschlie\u00dfender Kinderbelustigung f\u00fcr die Sch\u00fcler der Volksschule. Mit einem gro\u00dfen Spie\u00dfbratenessen (der Spie\u00dfbraten wurde auf offenem Feuer handgedreht) bedankte sich der Verein im September bei den Helfern des Festes. Es kamen \u00fcber 160 Helfer auf die Wiese unterhalb des Friedb\u00fcsch. Ebenso gab es eine Brauereibesichtigung der Trierer Caspary-Brauerei, die den Verein nach dem Fest eingeladen hat. Wen die finanzielle Seite des Vereins interessiert: nach dem Jubil\u00e4umsfest verf\u00fcgte der Verein \u00fcber 9.612,69 DM. Interessanterweise hatten die Amerikaner einen Einfluss auf den Pr\u00fcfungsbericht der Kassenpr\u00fcfer: \u201eZwischen den echten Einnahmen nach dem Kassenbuch des Kassierers und dem vorhandenen Sparbuch war eine Schlussdifferenz von 23,75 DM. Diese ist nur zu erkl\u00e4ren durch einwechseln von Dollar, mit verschiedener Wertstellung.\u201c 1967, ein Jahr vor dem gro\u00dfen Fest, endete mit Briska Weber (Nei Briska) die frauenlose Zeit. Wie in so vielen Vereinen galt bis in die sechziger Jahre das ungeschriebene Gesetz, dass in den Verein selbst nur M\u00e4nner geh\u00f6rten. Unter Erich Gerten und Michael Merkel wurde das Gesetz gebrochen und 1971, nach insgesamt \u00fcber 11 Jahren Vorsitz, wurde Michael Merkel von Rita Weber (Nei Rita) abgel\u00f6st. Unter ihrem Vorsitz wurde auf dem Sportplatz 1973 das 45-j\u00e4hrige Bestehen des Vereins gefeiert. Anfang 1974 \u00fcbernahm Matthias Roth (Louxen M\u00e4tti) den Verein und leitete ihn bis 1977. Am 12. April wurde er durch Manfred Hartz (J\u00e4sch Manni) abgel\u00f6st. Unter ihm feierte der Verein vom 1. bis 3. Juli 1978 sein 50-j\u00e4hriges Bestehen. Zum Ende dieses Jahres musste Erich Gerten leider aus beruflichen Gr\u00fcnden sein Dirigentenamt niederlegen, spielte allerdings, wenn es die Zeit zulie\u00df, noch im Verein mit. Der Lehrer Udo Schmitt wurde zu Neujahr 1979 neuer Dirigent des Vereins und am 24. M\u00e4rz folgte Matthias Laudor (M\u00e4ttes Theis) Manfred Hartz im Vorsitz des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1969 &#8211; Der Musikverein entdeckt seine n\u00e4rrische Seite<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Als in Kordel 1969 der erste Karnevalsumzug stattfand, war der Butzweilerer Musikverein schon dabei und vers\u00e4umte bis heute keinen dieser Umz\u00fcge. Selbst wenn eisige K\u00e4lte das Spielen eigentlich unm\u00f6glich machte (Instrumente k\u00f6nnen einfrieren), lie\u00dfen sich die Musiker nicht davon abhalten, mitzugehen. 1971 folgte der \u201eBiewener Sch\u00e4rensprung\u201c, hier spielte der MV bis auf ein oder zwei Mal immer mit. Im ersten Jahr, als der Musikverein um die 20 Mitglieder fasste, richtete man sogar noch eigens einen Wagen f\u00fcr den Umzug her: 1969 zog Johann Schilling (Anneketten Johann) mit seinem Traktor ein prachtvolles Schiff, auf dem die Musiker als Matrosen verkleidet spielten. Mit dem Schiffswagen begleitete man auch einen Butzweilerer Karnevalsumzug. Mit wachsender Musikerzahl allerdings wurden die Wagen zu eng und man ging als Fu\u00dfgruppe mit. Obwohl sich der Butzweilerer Karnevalsumzug nicht durchgesetzt hat, spielte der Musikverein noch einige Jahre sonntags in einem kleinen Marsch durch Butzweiler Karnevalsschlager, bevor sich die Musiker nach Kordel zum Umzug aufmachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik06.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-285\" width=\"581\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik06.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik06-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><figcaption>Karnevalsumzug in Butzweiler 1968&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zur Tradition entwickelte sich der Treffpunkt vor dem Kordeler Umzug, n\u00e4mlich das Gasthaus \u201eZum Brunnen\u201c. Nach dem Umzug spielte man in einer Kneipe, zun\u00e4chst noch in einer Kordeler Kneipe, sp\u00e4ter ging man nach Butzweiler. Gegen ein paar Freigetr\u00e4nke spielten dann diejenigen Musiker, denen noch ein wenig \u201eAnsatz\u201c \u00fcbrig geblieben war. Eine h\u00fcbsche Anekdote ist noch von einem der ersten Umz\u00fcge in Kordel bekannt: Man kehrte anschlie\u00dfend in die Gastst\u00e4tte Gr\u00fcn ein und bekam auf einer kleinen, erh\u00f6hten B\u00fchne Platz, auf der sich dann die etwa zwanzig Musiker quetschten. Nat\u00fcrlich war es f\u00fcr den Schlagzeuger Hans Lorig (H\u00e4nses Hans) mit seinen Instrumenten besonders eng und da er am Rand der B\u00fchne sa\u00df, k\u00fcmmerte er sich neben der Musik auch noch um den festen Stand der dicken Trommel samt Becken. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass das Schlagzeug pl\u00f6tzlich ins Rutschen kam. Bei dem Versuch, die fallenden Trommeln aufzuhalten zog es ihn mit von der B\u00fchne, so dass er zwischen Becken und Trommel zum Liegen kam. Mit dem unvermeidlichen Get\u00f6se zog er wesentlich mehr Aufmerksamkeit auf den Verein, als dessen Musik, so dass die Zahl der ausgegebenen Runden f\u00fcr den MV zu gro\u00df wurde und sich in f\u00fcnf Kisten Bier stapeln lies. Anfang der 70er Jahre n\u00e4hten Brigitte Gerten, Dorit Neth, Anni Gobbert, Briska und Rita Weber Kosakenkost\u00fcme f\u00fcr die Karnevalsumz\u00fcge. Diese Kost\u00fcme pr\u00e4gten lange das Fastnachtsbild des Vereins. Erst nach \u00fcber zwanzig Jahren wurde diese Verkleidung gegen eine Mexikanermontur ausgetauscht. Selbstverst\u00e4ndlich unterst\u00fctzt der Verein auch allj\u00e4hrlich die Kinderkappensitzung der Katholischen Jugend. Auch die ersten beiden Sitzungen der \u201e\u00e4lteren Narren\u201c in der Turnhalle wurden ebenfalls musikalisch begleitet. Heute werden daf\u00fcr allerdings Bands engagiert. Seit einigen Jahren spielt hier die Butzi-Band und sorgt f\u00fcr Stimmung bis sp\u00e4t in die Nacht. F\u00fcr die Freunde und Mitglieder des Musikvereins wurde ebenfalls im Vorfeld der n\u00e4rrischen Zeit unregelm\u00e4\u00dfig ein Familienabend veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit haben schon manche Musiker und Nichtmusiker in lockerer und zwangloser Atmosph\u00e4re ihr kom\u00f6diantisches Talent vorgef\u00fchrt. Neben den karnevalistischen Beitr\u00e4gen gab es an den Familienabenden auch musikalische Unterhaltung durch jugendliche Musiker des Vereins oder durch Musikgruppen aus der Umgebung wie den \u201eTrouliechtern\u201c. Oft wurde an solchen Abenden auch eine beachtliche Tombola verlost.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">Ein \u00dcberblick \u00fcber die Uniformen des Vereins<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Fastnachtsuniformen wurde schon geschrieben, auch das Outfit des Vereins vor dem 2. Weltkrieg ist bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg, als die finanziellen Mittel noch knapp waren und vorwiegend f\u00fcr Notenmaterial und Instrumente benutzt wurden, leistete man sich lediglich eine Uniformm\u00fctze. Sie war im Gegensatz zur ersten M\u00fctze wei\u00df und wurde wohl kurz nach der Neugr\u00fcndung nach dem Krieg erworben, auf jeden Fall gab es sie schon 1958 zum Jubil\u00e4umsfest. Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre, noch unter dem Vorsitz von Michael Merkel, konnte man sich dann eine Uniformjacke leisten. Es war keine Luxus-Anfertigung, aber der Verein wirkte in der blauen Jacke lockerer, aber auch einheitlicher, was den Auftritten ein angemessenes Bild gab. Ende der 70er oder Anfang der 80er Jahre tauschte man die blaue Jacke gegen eine rote Uniformweste, die mit dem Wappen des Musikvereins versehen war. Es kann sein, dass die Anschaffung n\u00f6tig wurde, da der Verein in den 70er Jahren auf \u00fcber 30 aktive Mitglieder anwuchs und nicht gen\u00fcgend blaue Jacken vorhanden waren. Zum Imagewechsel des Vereins in den 90er Jahren passte die Entscheidung, die Musiker mit einer \u201evern\u00fcnftigen\u201c Uniform auszustatten. Es wurde kr\u00e4ftig gespart und die ein oder andere Veranstaltung der Jahre 1992 und &#8217;93 stand unter dem Motto der neuen Uniform. Auch Dank der Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde konnte der Verein dann auf dem Fr\u00fchlingskonzert 1994 die neuen, ma\u00dfgeschneiderten dunkelroten Uniformen pr\u00e4sentieren, die aus Weste, Jacke und einer h\u00fcbschen Schleife bestehen. In dieser Montur wirkte der Verein fast schon professionell. Nebenbei hatte die Weste\/Jacke Kombination den Vorteil, dass man die Montur an die Witterungsverh\u00e4ltnisse anpassen kann, ohne das gute Bild zu st\u00f6ren. Die roten Westen der \u00e4lteren Uniform wurden an die Jungmusiker des Jugendorchesters vererbt, doch dazu sp\u00e4ter mehr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">Gr\u00f6\u00dfere Ausfl\u00fcge ab 1975<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Kleinere Unternehmungen, wie zum Beispiel Wanderungen am Vatertag, Kegelabende auf Burg Ramstein oder Grillabende in der Umgebung, waren Gang und G\u00e4be im Alltag des Vereins. Unter Matthias Roth, der 1974 den Vorstand von Rita Weber \u00fcbernahm, plante die Kapelle die erste gr\u00f6\u00dfere Fahrt. An Pfingsten 1975 konnten alle aktiven und inaktiven Mitglieder an einem Tagesausflug teilnehmen, der nach K\u00f6ln und Umgebung f\u00fchrte. Auf dem Programm standen das Phantasialand, der K\u00f6lner Zoo und nat\u00fcrlich der Dom zu K\u00f6ln. Die erste Fahrt \u00fcber ein ganzes Wochenende f\u00fchrte im Mai 1980 nach Vorarlberg in \u00d6sterreich. Dazu mietete man einen Minibus, den Peter Mick (Mecken Pit) sicher fuhr. Bei sp\u00e4teren Ausfl\u00fcgen kutschierte Wilfried Thiel (Kienigs Wilf) gelegentlich den Verein. Kleinere und gr\u00f6\u00dfere Ausfl\u00fcge wurden sp\u00e4ter fast j\u00e4hrlich unternommen, so ging es zum Beispiel 1991 durch den Steigerwald, man besuchte unter anderem die W\u00fcrzburg und den mittelalterlichen Ort Rothenburg. Kurz vor der Abfahrt aus Rothenburg gab es allerdings einen kleineren Schrecken, als Pitt vom Kimmlingerhof vermisst wurde &#8211; er hatte sich in der Stadt verlaufen und wartete am falschen Stadttor. Weitere Fahrten gingen 1996 in die L\u00fcneburger Heide und 1998 in die goldene Stadt Prag. Der Ausflug nach Prag wurde von allen Beteiligten als bisher sch\u00f6nste Fahrt bezeichnet. Auf dem Programm standen zum Beispiel eine Bootsfahrt, ein Varietebesuch und eine Bierprobe. Die Bierprobe wurde musikalisch von einem Quartett untermalt, das schnell den Geschmack des Vereins traf. 2002 besuchte man an einem verl\u00e4ngerten Wochenende die Wartburg bei Eisenach sowie die St\u00e4dte Erfurt und Weimar. Auch wenn der Busfahrer ein wenig zu gespr\u00e4chig war, organisierte er ein abwechslungsreiches Programm, in dem neben dem Besuch \u00fcblicher Touristenattraktionen Einblicke in die Weimarer Klassik sowie die Gr\u00e4ueltaten des dritten Reichs gew\u00e4hrt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik07.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-286\" width=\"578\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik07.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik07-300x189.jpg 300w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik07-200x125.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>1980 Ausflug nach Liechtenstein, Vorarlberg, Meersburg u. Bodensee<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es folgten weitere Tages- und Mehrtagesausfl\u00fcge. Einer der H\u00f6hepunkte hierbei war sicherlich die Fahrt mit einem \u201enostalgischen Schienenbus\u201c der HWB Hermeskeil nach Heidelberg. Vom Abfahrtsbahnhof Kordel bis zur Ankunft in Heidelberg gab es viele staunende Blicke auf diversen Bahnh\u00f6fen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-295\" width=\"580\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik16.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik16-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Vereinsfahrt nach Heidelberg mit dem Schienenbus 2008&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">Die 80er Jahre<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Ab 1980 veranstaltete der Musikverein regelm\u00e4\u00dfig Sommerfeste in lockerer und gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re. Diese Sommerfeste wurden notwendig, da die Kosten f\u00fcr Noten, Instrumente und Ausbildung nicht mehr allein durch die Beitr\u00e4ge zu erwirtschaften waren. An dieser Stelle sollte man eine weitere Tradition im Musikverein erw\u00e4hnen: Seit etwa 1964 war der Kassierer des Musikvereins Johann Schilling, der diesen Posten f\u00fcr 20 Jahre einwandfrei bekleidete, um ihn 1984 an seinen Sohn Harald Schilling (Anneketten Harald) abzugeben. Harald \u00fcbte das Amt des Kassierers \u00fcber 20 Jahre aus und ist bis heute als Kassenpr\u00fcfer t\u00e4tig. Johann Schilling wurde aufgrund seiner Verdienste auf der Jahreshauptversammlung vom 13. Januar 1989 zum Ehrenmitglied gew\u00e4hlt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik08.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-287\" width=\"580\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik08.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik08-300x209.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Gem\u00fctliches Grillen in den 80er Jahren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Dirigent Udo Schmitt h\u00f6rte nach eineinhalb Jahren auf und im Juni 1980 wurde Alois Lenz sein Nachfolger. Da er auch nur ein Jahr blieb, \u00fcbernahm Erich Gerten wieder f\u00fcr etwas mehr als ein Jahr den Dirigentenstab und konnte Anfang 1982 nach insgesamt fast 16 Jahren musikalischer Leitung den Stab an Franz-Josef Weyand weiterreichen. Erich Gerten blieb aber noch bis Anfang der 90er Jahre als aktiver Musiker im Verein. F\u00fcr sein langj\u00e4hriges Wirken f\u00fcr den Verein wurde Erich Gerten auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 2000 als Ehrenmitglied vorgeschlagen, der Vorschlag wurde einstimmig best\u00e4tigt. \u201eJupp\u201c Weyand musste im Oktober 1983 aufh\u00f6ren, da sein Beruf dieses zeitintensive \u201eHobby\u201c nicht mehr zulie\u00df und wurde vom Orenhofener Hermann Zunker abgel\u00f6st. Der Vorstandsposten war wohl etwas beliebter und Matthias Laudor f\u00fchrte den Verein ab 24. M\u00e4rz knapp sechs Jahre. Er konnte Matthias Mick beim Sommerfest 1984 die seltene Auszeichnung f\u00fcr 50 Jahre aktive T\u00e4tigkeit \u00fcberreichen. Matthias Mick spielte noch zwei weitere Jahre aktiv mit und wurde nach seinem Abschied aus dem Kreis der aktiven Musiker Ehrenmitglied. Da 1985 Matthias Laudor die Aufgabe des Wehrf\u00fchrers der Freiwilligen Feuerwehr zukam, l\u00f6ste Bernd Roos (Russen Bernd) ihn am 2. M\u00e4rz ab und organisierte das Jubil\u00e4umsfest 1988. Am 13. Januar 1989 \u00fcbernahm Peter Mick f\u00fcr insgesamt 8 Jahre das Amt des ersten Vorsitzenden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik09.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-288\" width=\"580\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik09.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik09-300x163.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Gruppenfoto zum 60j\u00e4hringen Jubil\u00e4um des Musikvereins 1988<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach zweieinhalb Jahren wechselte der Dirigentenstab erneut seinen Besitzer und Michel Thein aus Oberbillig \u00fcbernahm im M\u00e4rz 1986 dieses Amt. Doch auch er konnte nach zwei Jahren den Verein aus beruflichen Gr\u00fcnden nicht mehr weiterf\u00fchren. F\u00fcr die Musiker war dieser st\u00e4ndige Wechsel kein angenehmer Zustand, da mit jedem Dirigent sich neben den Musikst\u00fccken auch der Stil, die Auftritte in der \u00d6ffentlichkeit und das Zusammenleben im Verein \u00e4nderten. Mit dem jungen Michel Thein ging es musikalisch wieder aufw\u00e4rts, da er selbst ein engagierter Musiker war und vor allem die Jugendlichen im Verein motivierte. Nebenbei hatte er einige Musikst\u00fccke komponiert und f\u00fcr das Orchester arrangiert, darunter befindet sich auch das St\u00fcck \u201eRhapsody in Rhythm\u201c. Auf Empfehlung von Michel Thein wurde Anfang 1988 Frank H\u00f6llen aus Osburg sein Nachfolger.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">Die Jugend des Musikvereins<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>In manchen Zeiten kam es vor, dass nur ein oder zwei Jugendliche oder Kinder begannen, ein Instrument zu erlernen. Wenn jedoch mehrere Jugendliche zusammenkamen, ergab sich die Gelegenheit, an Weihnachten oder Sankt Martin schon nach kurzer Ausbildung leichte St\u00fccke vorzuspielen. Ab den 80er Jahren setzte der Verein auf eine verst\u00e4rkte Werbung um Jugendliche, da aktive Musiker oft aus schulischen oder beruflichen Gr\u00fcnden (Wehrdienst, Studium, Arbeitsplatzwechsel) fr\u00fch aus dem Verein ausschieden und der Verein auf den Nachwuchs angewiesen war. So kam nun eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe \u201eAuszubildende\u201c zusammen und Manfred Hartz, der gelegentlich den verhinderten Dirigenten ersetzte, studierte mit den Jungmusikern einige \u201erichtige\u201c, aber einfache St\u00fccke ein. So kam es 1988 zu den wahrscheinlich ersten Auftritten des Jugendorchesters. Ein Jahr zuvor wurden einige Jugendliche zum Kreisjugendmusiktag angemeldet und f\u00fchrten dort Solost\u00fccke oder St\u00fccke in kleineren Gruppen auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik10.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-289\" width=\"576\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik10.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik10-300x216.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption>Kajakfahrt beim Zeltlager 2003&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bisher musizierten die Jungmusiker bis auf wenige Ausnahmen eher zu internen Veranstaltungen des Musikvereins. 1996 wurde dann offiziell das Jugendorchester des Musikvereins Butzweiler gegr\u00fcndet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-290\" width=\"580\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik11.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik11-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Auftritt des Jugendorchesters \u2013 Kirmes 1997&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die ehrenamtliche Leitung \u00fcbernahm Dominik Matter. Unter ihm wurde nun regelm\u00e4\u00dfig geprobt und die Auftritte in der \u00d6ffentlichkeit mehrten sich. So k\u00f6nnen die Jugendlichen neben der Ausbildung schon fr\u00fch das Zusammenspiel in der Gruppe und auf der B\u00fchne erfahren. Im Sommer 2003 legte Dominik Matter nach 7 erfolgreichen Jahren das Amt als Leiter des Jugendorchesters aus beruflichen Gr\u00fcnden nieder. Seine Nachfolger wurden Julia Lichtenthal aus Welschbillig, Gunter Kohl aus Butzweiler und Andreas Baltes aus Wintersdorf. 2009 \u00fcbernahm unsere Dirigentin Iris Buschmann das Jugendorchester. Es wurden j\u00e4hrlich Filmabende, Zeltlager und diverse Ausfl\u00fcge unternommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik17.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-296\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik17.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik17-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Zeltlager 2007<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Sommer 2010 f\u00fchrten wir erstmals mit den Jugendlichen einen einw\u00f6chigen Segelurlaub in Holland durch. Da diese Segelfreizeit so ein gro\u00dfer Erfolg war, sollten in den Jahren 2012 und 2013 noch weitere Segelt\u00f6rns folgen. 2013 wurden die Instrumente mitgenommen und wir haben auf dem Schiff bei Hafeneinfahrten und im Hafen musiziert, was bei unseren holl\u00e4ndischen Freunden sehr gut ankam. Auf dieser Freizeit wurde auch der erste Film des Musikvereins gedreht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik18.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-297\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik18.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik18-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Segelfreizeit 2010<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sehr erfreulich ist, dass die Anzahl der Jugendlichen in den letzten Jahren zunehmend anwuchs. So sind derzeit 24 unserer aktiven Musiker im Orchester unter 21 Jahren. Im Jungendorchester befanden sich in Sommer 2014 21 junge Musiker, sowie insgesamt 16 Jugendliche in musikalischer Ausbildung. Mindestens seit den 80er Jahren gibt es auch den Posten des Jugendwartes im Vorstand des MV. Meist unter seiner Leitung wurden regelm\u00e4\u00dfig verschiedene Veranstaltungen durchgef\u00fchrt. Anf\u00e4nglich war es das mittlerweile traditionelle Zeltlager f\u00fcr ein Wochenende in den Sommerferien und die Nikolausfeier f\u00fcr die ganz kleinen (und ganz gro\u00dfen) Mitglieder des Vereins. Das erste Zeltlager wurde 1972 bei Be\u00dflich veranstaltet. Ende der 90er Jahre kamen verschiedene Aktivit\u00e4ten wie Schwimmbad- und Kinobesuche hinzu. Der Verein unterst\u00fctzt au\u00dferdem die vom Kreismusikverband veranstalteten Lehrg\u00e4nge, so dass viele Jugendliche neben der Praxis auch musiktheoretisches Wissen erlernen, das nicht nur im Verein, sondern auch in der Schule von Vorteil ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1988 bis 1999 &#8211; Der vielseitige Verein<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Das Jahr 1988 war nicht nur wegen des Dirigentenwechsels ein sehr ereignisreiches Jahr. Vom 28. bis zum 30. Mai feierte der Musikverein sein 60-j\u00e4hriges Bestehen und nat\u00fcrlich wurde daf\u00fcr ein gro\u00dfes Fest geplant. Da man gleichzeitig auch das Kreismusikfest in Butzweiler ausrichtete, kamen 24 Gastvereine mit weit \u00fcber 500 Musikern zu Gast in die Turnhalle. Damit dieses Fest reibungslos \u00fcber die B\u00fchne lief, mussten s\u00e4mtliche Mitglieder und Freunde des Vereins mit anpacken. \u00dcber Mitglieder des Heimatvereins gab es in diesem Jahr Kontakt zu einem Verein in Adelsried. Aus diesem Kontakt zu den \u201eAdelsrieder Musikanten\u201c wurde eine kleine Partnerschaft, so dass der Verein am 9. und 10. Juli dort zu Gast war und den bayrischen Verein mit seiner eigenen Atmosph\u00e4re kennen lernte. Am Sommerfest 1990 konnten dann auch die Adelsrieder miterleben, dass auch die Butzweilerer z\u00fcnftig feiern k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik12.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-291\" width=\"579\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik12.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik12-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><figcaption>Festzug zur Turnhalle, Sommer 1996<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich folgten weitere Besuche von beiden Vereinen: So spielten die Butzweilerer 1991 und 1993 in Adelsried und diese 1993 in Butzweiler. Im Herbst des Jahres 1988 begann Frank H\u00f6llen mit den Vorbereitungen f\u00fcr ein Konzert, dass am 6. Mai 1989 im Saale Pauli stattfand. Damit begann er eine Tradition. Nun sollten j\u00e4hrlich diese Fr\u00fchlingskonzerte stattfinden, da Publikum und Musiker von diesem Konzept fasziniert waren. Die stetig steigende Zuschauerzahl best\u00e4tigt dies. Unter Frank H\u00f6llen wurde regelm\u00e4\u00dfig ab dem Sommer neues Notenmaterial angeschafft, das von Jahr zu Jahr anspruchsvoller und somit stets zu einer Herausforderung f\u00fcr die Musiker wurde. Der Schwerpunkt verlagerte sich von purer Unterhaltungsmusik zu teils schwierigen Arrangements aus Klassik, Schlager, Pop und Jazz. In fast jedem Konzert werden auch St\u00fccke aufgef\u00fchrt, die nur ein einziges Mal \u00f6ffentlich gespielt werden &#8211; solche St\u00fccke sind meist sehr probenintensiv und nur bei engagierter Beteiligung aller Musiker erfolgreich aufzuf\u00fchren. Um diese Aufgabe zu bew\u00e4ltigen f\u00fchrte Frank H\u00f6llen das \u201eProbewochenende\u201c ein, das in Jugendherbergen der Umgebung, im Saal der Gastst\u00e4tte \u201eAm Brunnen\u201c oder in der Alten Schule (heutiges B\u00fcrgerhaus) stattfand. An diesem Wochenende wurde von Samstagvormittag bis Sonntagnachmittag geprobt, weshalb nat\u00fcrlich die Abendstunden besonders gerne zur Entspannung in geselliger Runde aufforderten. Die sch\u00f6nsten Momente dieser anstrengenden Tage waren die kleinen Pausen und Nachmittagskaffees, die meist von Christel Mick, Annette Thiel und Alice Schilling, den \u201eheimlichen Chefs\u201c, organisiert wurden. Eine weitere Tradition wurde die \u201egem\u00fctliche Probe\u201c, die wir allj\u00e4hrlich vor den Sommerferien abhalten. Das 65-j\u00e4hrige Bestehen wurde 1993 in einer Kooperation mit der Feuerwehr gefeiert. Die Vorst\u00e4nde von Musikverein (Leitung Peter Mick) und Feuerwehr (Leitung Matthias Laudor) organisierten ein ansprechendes Programm, in dem auch die Adelsrieder Musikanten nicht fehlen durften. Da dies das letzte Jubil\u00e4umsfest des Musikvereins in Bezug auf 1928 war, wird es wohl bei einer einmaligen Zusammenarbeit bleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Jahreshauptversammlung 1995 wurde Alfred Spang zum Ehrenmitglied vorgeschlagen und w\u00e4hrend des Fr\u00fchlingskonzerts feierlich ernannt. Er trat dem Verein 1958 kurz nach der Neugr\u00fcndung bei, stand ihm mehr als drei Jahrzehnte zur Verf\u00fcgung und half ihm \u00fcber Krisenzeiten hinweg. Trotz der anspruchsvolleren Konzertprogramme wurde die bisherige Unterhaltungsmusik nicht vernachl\u00e4ssigt. M\u00e4rsche und Polkas geh\u00f6ren weiterhin zum st\u00e4ndigen Repertoire des Vereins. Wohl in Erinnerung an die Tage in Adelsried begann der Musikverein ab etwa 1996 gezielt St\u00fccke einzustudieren, die einen hohen Unterhaltungswert versprachen. \u00dcber Bernd Wolf, der ab Januar 1997 den Posten des 1. Vorsitzenden \u00fcbernahm, kam der Verein mit einer Gastst\u00e4tte im Raum K\u00f6ln in Kontakt. So hatte der Verein im Herbst 1996 dann die Gelegenheit in Troisdorf bei K\u00f6ln einen \u201eBayrischen Abend\u201c zu gestalten. Mit einem bunten Programm brachte der Verein einen vollbesetzten Saal zum \u00dcbersch\u00e4umen. Der Verein spielte etwa drei bis vier Stunden und lockerte das Programm durch \u201eShoweinlagen\u201c wie etwa durch den musikalischen Koch Hans Gobbert, Alexander Schilling als \u201eZiegen-Peter\u201c an der Kuhglocke oder den \u201eHolzhackerbuam\u201c Peter Mick und Hans Gobbert auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik13.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-292\" width=\"580\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik13.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik13-300x186.jpg 300w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik13-200x125.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption>Bayrischer Abend in Troisdorf 1996&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Musikverein wurde f\u00fcr 1997 wieder gebucht und das Plakat k\u00fcndigte den Abend, zum freudigen Erstaunen der Musiker, an mit den Worten: \u201eEs spielt wieder der gro\u00dfartige Musikverein Butzweiler\u201c. Ein paar Wochen sp\u00e4ter konnte der Musikverein bei strahlendem Herbstwetter an der Butzweilerer Kirmes auch dem heimischen Publikum diese Seite vorf\u00fchren. Es schien, als w\u00e4re das Publikum besonders von den Gesangseinlagen angetan. Auch bei einem Jubil\u00e4umsfest des DRK in Ehrang 1997 und auf der Kirmes von 1998 veranstaltete man einen solchen Abend. In Osburg fand ebenfalls ein Oktoberfest statt, an dem der Musikverein spielte. Die Veranstalter f\u00fchrten eine Olympiade durch, bei der der MV sich spontan beteiligte und mit gro\u00dfem Vorsprung den ersten Platz belegte. Im Januar 1999 beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig Alois Neu zum Ehrenmitglied zu ernennen und w\u00e4hrend des Konzerts im April wurde ihm f\u00fcr seine Verdienste in den vergangenen Jahrzehnten die Ehrenurkunde verliehen. Alois Neu war 1956 ein Gr\u00fcndungsmitglied und spielte weit \u00fcber 30 Jahre aktiv im Verein und war lange ehrenamtlich im Vorstand t\u00e4tig. 1999 organisierte der Vorstand unter der Leitung von Bernd Wolf das Jubil\u00e4umsfest am Pfingstwochenende zum 75-j\u00e4hrigen Bestehen. Dies ist das erste Fest, das sich auf das Gr\u00fcndungsdatum 1924 beruft. Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2003 wurde Beate Kruppert zur neuen Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Sie l\u00f6ste Bernd Wolf, der nicht mehr kandidierte, nach 6 Jahren ab. 2 Jahre sp\u00e4ter wurde Andrea Heinrichsmeyer zur neuen Vorsitzenden gew\u00e4hlt. 6 Jahre sp\u00e4ter wurde sie wieder von Bernd Wolf abgel\u00f6st, der sich wieder zur Wahl stellte. Unter seinem Vorsitz wurde Matthias Laudor auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2014 zum Ehrenmitglied vorgeschlagen und auf dem Fr\u00fchlingskonzert im April 2014 zum Ehrenmitglied ernannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#ab2849\" class=\"tadv-color\">1999 &#8211; Der Stabwechsel, eine neue \u00c4ra<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Nach \u00fcber 11 Jahren wollte Frank H\u00f6llen sich eine neue Herausforderung suchen und \u00fcbernahm die musikalische Leitung des Vereines seiner Osburger Heimat. Am Fr\u00fchlingskonzert 1999 wurde der Stabwechsel vollzogen und w\u00e4hrend des Konzerts die Leitung offiziell an Iris Buschmann aus Welschbillig \u00fcbertragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik14.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-293\" width=\"579\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik14.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik14-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><figcaption>Stabwechsel beim Fr\u00fchlingskonzert 1999&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Musikalisch ging es unter Iris Buschmann stetig aufw\u00e4rts, wovon sich die Besucher bei unserem j\u00e4hrlich stattfindenden Fr\u00fchlingskonzert \u00fcberzeugen konnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik19.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-298\" width=\"579\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik19.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik19-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><figcaption>Konzert 2010&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren hat der Musikverein sein Konzert immer einem Motto zugeordnet. H\u00f6hepunkte der Konzerte waren 2009 die Ehrung von Iris Buschmann f\u00fcr ihre 10-j\u00e4hrige T\u00e4tigkeit. Die Musiker w\u00fcrdigten ihre Dirigentin in einer nicht \u201eallt\u00e4glichen&#8220; Ehrung. Diese Ehrung wird bei Iris Buschmann und den Musikern in Erinnerung bleiben. Mittlerweile ist Iris Buschmann seit \u00fcber 15 Jahre unsere Dirigentin. Unter ihrer Leitung ist der Musikverein Butzweiler zu einem gro\u00dfen, erfolgreichen Verein gereift, in dem Alt und Jung das Musizieren Spa\u00df macht. Beim Fr\u00fchlingskonzert 2014 konnten wir \u00fcber 50 Musiker auf der B\u00fchne z\u00e4hlen. In den letzten Jahren ist auch unser Adventskonzert zur Tradition geworden, das wir j\u00e4hrlich in der Pfarrkirche Butzweiler durchf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"440\" height=\"293\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik20.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-299\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik20.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik20-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><figcaption>Konzert 2010&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt unter der Gesamtleitung von Iris Buschmann war sicherlich das Kindermusical &#8222;Zirkus Kriminale\u201c, welches wir im Mai 2014, in Kooperation mit der Grundschule Aach-Newel, auff\u00fchrten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik21.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-300\" width=\"578\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik21.jpg 440w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/chronik21-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>Kindermusical &#8222;Zirkus Kriminale&#8220; 2014&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Anfang des Jahres 2017 beschlossen die Vereine Butzweiler und Welschbillig in ihrer Jugendarbeit einen gemeinsamen Weg einzuschlagen. Im Rahmen dessen wurden die Jugendorchester beider Vereine zusammengelegt und musizieren von nun unter dem Namen &#8218;Jugenorchester Welschbillig-Butzweiler&#8216;.&nbsp;<br>Kurze Zeit sp\u00e4ter erfolgte auch schon der erste gemeinsamer Auftritt, bis schlie\u00dflich das neu formierte Orchester am legend\u00e4ren Rock und Pop Konzert 2017 auftrat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"636\" src=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik22.jpg\" alt=\"\" data-id=\"92\" data-full-url=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik22.jpg\" data-link=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/chronik\/chronik22\" class=\"wp-image-92\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik22.jpg 960w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik22-300x199.jpg 300w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik22-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"498\" src=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik23-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"93\" data-full-url=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik23-1.jpg\" data-link=\"http:\/\/musikverein-butzweiler.de\/chronik\/chronik23-1\" class=\"wp-image-93\" srcset=\"https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik23-1.jpg 960w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik23-1-300x156.jpg 300w, https:\/\/musikverein-butzweiler.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/chronik23-1-768x398.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Konzert 2017<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1924 bis 1956 &#8211; Die ersten Jahre Leider ist aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur wenig \u00fcber den Musikverein bekannt. So ging man bis Ende des 20. Jahrhunderts noch davon aus, dass der Musikverein im Jahre 1928 gegr\u00fcndet wurde. 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